Daseinsfürsorge

Daseinsfürsorge


Staat und Gesellschaft sind verantwortlich, dass jeder lebende Mensch ausreichend Zugang zur Existenzsicherung, Bildung und medizinische Versorgung hat. Da das bisherige Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssystem an diesem Auftrag gescheitert ist und nur im beschränkten Maß diese Aufgaben erfüllt, fordert JETZT!ANFANGEN eine angemessene Grundsicherung der Existenzsicherung.

 

Im Vordergrund steht dabei alleine die individuelle Lebensqualität des Menschen, denn wir sind sicher, dass es letztendlich die Lebensqualität ist, um die es den Menschen geht, ganz egal wo und wie sie leben, welchen kulturellen und sozialen Einflüssen ihre Sozialisation unterworfen war, die den Menschen bewegt, die Menschheit in ihrer Gesamtheit bewegen. Die Unzufriedenheit mit der eigenen Lebensqualität es ist, welche letztendlich sozialen Unfrieden hervorbringt, Fluchtursachen aller Art verursacht und im Extremismus, enden kann. Zur Finanzierung dieser Systeme muss jeder in angemessener Weise beitragen, Steuerschlupflöcher geschlossen und Steuervermeidung entschlossen bekämpft werden.

 

Kinder benötigen einen eigenen Anspruch auf soziale Sicherung. Ihr Bedarf muss genauso individuell berechnet werden, wie der von erwachsenen Personen. Das Kindergeld ist einheitlich für alle Kinder zu bezahlen. Die Unterschiede zwischen Kinderfreibetrag und Kindergeld müssen beseitigt werden.

 

Arbeit ist Bestandteil und Ausdruck persönlicher Entfaltung, des Menschseins schlechthin. Arbeit ist keine Ware! und muss deshalb der Willkür der Märkte entzogen werden. Das heißt insbesondere, das der Mensch muss von Arbeit leben können muss, weshalb jegliche Arbeitsformen, die nur der Ausbeutung und Ausnutzung menschlicher Arbeitskraft von JETZT!ANFANGEN bekämpft werden.

 

Der Mensch darf nicht aufgrund seiner Nützlichkeit bewertet vom Arbeitsprozess weiterhin ausgeschlossen bleiben, wenn er diese Entscheidung für sich selbst nicht getroffen hat. Deshalb treten wir für ein Recht auf Arbeit ein, das als Staatsziel zu verankern ist und langfristig einen Rechtsanspruch auf Arbeit zu Folge haben muss. Arbeit gibt es genug, wie die Zunahme der ehrenamtlichen Tätigkeiten, bei gleichzeitigem Rückzug des Staates aus der gesellschaftlichen Verantwortung und damit auch Arbeitswelt, zeigen. Insofern ist es auch hier wieder die Rolle des Staates, die wir neu beleuchten wollen, insbesondere den Sektor der öffentlichen Beschäftigung und die Bereitstellung von öffentlichen Gütern. Einen weiteren Rückzug des Staates – auch Privatisierung genannt – stehen wir deshalb kritisch gegenüber.

 

Da wir aber ebenso wissen, dass Arbeit zu haben in der Zukunft unter den gegebenen ökonomischen Bedingungen, ein noch knapperes Gut werden wird, als es Heute schon ist, werden wir uns insbesondere mit Allem beschäftigen, dass helfen könnte diesen Verwerfungen im Sinne des Humanismus Rechnung zu tragen. Die Einschränkungen der derzeitigen ökonomischen Anforderungen werden wir dabei nicht akzeptieren, sondern, im Gegenteil, humanistisch verändern wollen. Wir weiten deshalb die Verteilungsfrage auch auf den Faktor Arbeit aus und werden uns insbesondere mit den Möglichkeiten der Arbeitszeitverkürzung beschäftigen. Hierbei wird der technische Fortschritt nicht nur als Bedrohung zu verstehen sein, sondern vor allem auch als Chance, die wir nutzen wollen, diesen technischen Fortschritt – anders als in der Vergangenheit – für alle Menschen nutzbar zu machen und nicht nur für die, die über das nötige Wissen und/oder Kapital verfügen. Der technische Fortschritt ist zukünftig für alle Menschen nutzbar zu machen und nicht nur für die Wenigen, die sich diesen leisten können.

 

Dort, und nur dort, wo über Arbeit keine menschenwürdigen Lebensbedingungen herzustellen sind, werden wir Vorschläge erarbeiten, die den betroffenen Menschen ein Leben in menschenwürdigen Bedingungen ermöglichen wird, ein Leben, das auch eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen muss und dem Grundsatz der Großzügigkeit folgen wird und deshalb den derzeitigen Paradigmen des Geizes ein Ende bereiten soll.

 

Wir streben dabei eine generelle Verringerung der Arbeitszeit an

 

Wir fordern darüber hinaus die Einführung einer Bürgerversicherung für Rentenversicherung, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Alle bestehenden Systeme werden in dieses System überführt. Die Möglichkeit privater Zusatzversicherungen soll erhalten bleiben

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